Archiv für Juli, 2012

Review 36_Glenmorangie Astar, 57,1%

Veröffentlicht in Glenmorangie, OA, reviews mit den Tags , , , am Juli 30, 2012 von duesseltaler

Sternzeit 2012.07.15, persönliches Logbuch des Captain der M.E. Whisky.
Wir durchfliegen mit unserem Dramschiff gerade die unendlichen Weiten des unbekannten Sternensystems Astar und….

Nun, welch schöne Einleitung für das Review zum Glenmorangie Astar. Doch leider hat “Astar“ überhaupt nix mit Sternen oder Astronomie zu tun. Vielmehr ist es gälisch und bedeutet Reise. Gemeint ist auch keine intergalaktische Wanderung irgendwelcher extraterrestrischen Wesen, sondern der Weg des im amerikanischen Hochland (Ozark Plateau) geschlagenen Eichenholzes bis in die Schottischen Highlands. Der Glenmorangie Astar ist nämlich die Weiterentwicklung des Glenmorangie Artisan. Die Brennerei versucht hier durch Verwendung und eine besondere Verarbeitung dieses speziellen jungen und dennoch langsam gewachsenen Holzes, dem Whisky interessante Geschmacksnoten zu verleihen. Hat doch das Holzfass bei der Reifung des Whiskys einen min. 60% Einfluss auf das spätere Ergebnis.
Das Eichenholz ist besonders feinmaserig und offenporig, was den Austausch zwischen Holz und Whisky fördern soll. Bevor Glenmorangie allerdings seinen Rohwhisky einfüllt, beherbergen die Fässer erst einmal Tennessee Whisky. Auf der Flasche fehlt eine Altersangabe, aber ich habe gelesen, dass es um die 8 bis 10 Jahre Reifezeit sein sollen.
Also, alles in allem hätte hier eher eine Anspielung auf den Mann aus den Bergen gepasst, als die auf Star Trek…aber was soll´s, sind wir doch schon mitten im Review angelangt.

Also beam me up Scotch…ich meine Scotty !

Glenmorangie Astar, 57,1%

Nase (ohne Wasser): Honig, sanft und cremig. Vanillepudding.
Nase (mit Wasser): Ein wenig herber, grasiger.

Geschmack (mit Wasser): Weich im Mund, wieder cremig. Birne, Malz, leichte Eiche. Honig, aber auch Orangenschale oder Blutorange, also schon fruchtig, allerdings mit einer gewissen Bitterkeit.

Abgang (mit Wasser): Mittellang. zartbittere Vanille. Schönes Mundgefühl

Fazit: Ich muss mich immer erst etwas rankämpfen, wenn mir ein Whisky mit “Ex-Bourbon Fass only” Reifung vorliegt. Zu sehr stehe ich auf den Einfluss von Sherry (am besten mit etwas Rauch). Aber der Astar hat von Beginn an eine schöne Nase und erinnert mich an den Auchentoshan Valinch, dessen Aroma ich ebenfalls sehr mag. Beim Geschmack war es Liebe auf den zweiten Blick. Das hängt einerseits an meiner Affinität zu im Sherryfass nachgereiften oder gereiften Whiskys, aber auch an der Komplexität des Glenmorangie Astar. Es gibt viel zu entdecken und am Ende ist es echt schade, dass die kleine Probe nicht länger durchgehalten hat.
Ja und wenn ein Whisky so eine Reaktion hervorruft, dann gibt es halt auch 4/5 Punkten.

Review 35_Glenrothes Alba Reserve, 40%

Veröffentlicht in Glenrothes, OA, reviews mit den Tags , , , am Juli 25, 2012 von duesseltaler

Schalom ve erev tov !

Das Koscher Zertifikat

Heute geht´s an den Glenrothes Alba Reserve.
Die Brennerei Glenrothes ist allein deshalb schon interessant, weil sie eine
bemerkenswerte Philosophie zur Reifezeit ihrer Whiskys hat…allerdings möchte ich auf dieses Thema erst beim Review zum Glenrothes Robur Reserve genauer eingehen. Heute liegt mein Augenmerk auf dem Alba Reserve, einem offiziell koscheren Whisky. Was ist koscher ? Also ich bin kein Spezialist, aber habe mich ein wenig eingelesen und ich glaube, grob bekomme ich Sinnvolles zu diesem Thema zusammen:

Den meisten dürfte bekannt sein, dass als koscher jene Lebensmittel (oder auch Spirituosen) bezeichnet werden, die gemäß jüdischer Gesetze und Glaubensregeln hergestellt wurden. Welche Gesetze und Regeln das alles sind, müsstet ihr bitte selber nachlesen, da dies etwas zu umfangreich ist, um es hier alles niederzuschreiben. Nur so viel: Solange Whisky nicht in Port-, Sherry- oder Weinfässern gelagert wurde, gilt er als koscher. Für viele Orthodoxe reicht dies aber nicht. Sie konsumieren nur Erzeugnisse, die ein offizielles, anerkanntes Siegel tragen. Bei diesen Produkten achtete während ihrer kompletten Herstellung ein beauftragter Rabbi oder Jude auf die Einhaltung der Normen koscherer Produkte.
So wurde also auch dieser Tropfen nur in Ex-Bourbonfässer gereift und erhielt sein Koscherzertifikat von Rabbi Padwa der London Beth Din.
Auch diese Flasche erhielten wir von den Freunden unseres Blogs, von McWhisky.

Glenrothes Alba Reserve, 40%

Nase: Gefällt mir auf Anhieb gut. Typisches Bourbonfassaroma. Starke Honig- und Vanillearomen. Kokus ist auch dabei. Es erinnert mich an das Aroma einer frisch geöffneten Tüte Haribo Colorado – die Süße zusammen mit Kokus. Ich mag es!

Geschmack: Mild und sanft. Vanille, Malz und Waldbeeren.

Abgang: Leider zu kurz, aber nicht ungewöhnlich bei den 40%

Fazit: Nun gut, der Koscheraspekt hat auf mein Whisky Kaufverhalten keinen Einfluss.
Ich muss auch sagen, dass mir die Nase besser gefallen hat, als der Geschmack und der Abgang ist zu kurz. Es ist wieder einer dieser Fälle, wo ich zwischen zwei Bewertungen hänge.
Die Nase haut´s raus und sorgt für 3 Punkte. Keine soliden 3, aber dennoch 3/5.

Review 34_Edradour Port Matured 9th Release 2003, 46%

Veröffentlicht in Edradour, OA, reviews, Speyburn mit den Tags , am Juli 23, 2012 von duesseltaler

“Es kommt nicht auf die Größe an.“

Diese vor allem bei Sportwagenfahrern beliebte These soll heute auf ihre Allgemeingültigkeit überprüft werden. Keine Sorge, es wird hier nicht über die Kompensationsgrade einzelner Automarken philosophiert werden, vielmehr trinke ich heute ein Fasswasser aus der kleinsten Brennerei Schottlands. Edradaour liegt in den schottischen Highlands und produziert in einer Woche das, was andere, große Brennereien in drei Tagen herstellen können. Näheres zu Edradour aus Wikipedia zitiert:

Die Brennerei liegt in einem kleinen Tal, verborgen von umliegenden Bergen, östlich der Ortschaft Pitlochry. Der Name Edradour ist von gälisch „Edred dobhar“ („Der Fluss von König Edred“) abgeleitet. Von den Angestellten werden nur zwölf Fässer mit 600 Gallonen (ca. 2.720 Liter) Destillat pro Woche hergestellt, das ergibt ca. 90.000 l bzw ca. 250.000 Flaschen pro Jahr – große Brennereien produzieren diese Menge in einer Woche. Jährlich kommen jedoch bis zu 100.000 Besucher zu dieser Destillerie, so dass zusätzlich fast 20 Fremdenführer beschäftigt werden müssen.
Die Destillerie wurde wahrscheinlich bereits 1825 durch eine Kooperative von Bauern zur Deckung des Eigenbedarfs gegründet. Die offizielle Gründung und die damit erste urkundliche Erwähnung fand 1837 statt. 1841 wurde die Kooperative dann in John McGlashan & Co. umbenannt und die Produktion für den Markt begann. 1933 übernahm William Whiteley & Co., ein Tochterunternehmen der amerikanischen Gruppe J.G. Turney & Sons die Destillerie, so dass Edradour Hauptbestandteil des King Ransome wurde. Campbell Distillers Ltd, das zum Spirituosenkonzern Pernod Ricard gehört, übernahm die Firma 1982. Die erste Abfüllung als Single Malt erfolgte 1986. Am 22. Juli 2002 wurde die Destillerie an den unabhängigen schottischen Abfüller Signatory weiterverkauft.
Wenn die beiden Brennblasen auch nur geringfügig kleiner wären, würde die Destillerie als Schwarzbrennerei gelten, da sie dann von den Steuerbehörden als transportabel eingestuft würden.O-Ton des Führers im Besucherzentrum: „Edradour is the smallest legal distillery in Scotland.“ (Edradour ist die kleinste legale Destillerie in Schottland.)

Meine Sympathie zu Edradour basiert auf der Verantwortlichkeit und der Eigentümerschaft von Adrew Symington. Ich mag einfach die Leidenschaft zum Whisky, die man auch und besonders seinenAugen erkennen kann, wenn er über das Uisge Beatha spricht. Als Kostprobe sei auch >>hier<< ein kleines Video verlinkt.

Um die Einleitung vom Anfang wieder aufzugreifen: Heute lässt der Prot Matured 9th Release 2003 “die Hosen runter“. Der Whisky lagerte für ca. 6 Jahre in Butts, die ehemals Port Bodega beherbergten…und zwar für 30-40 Jahre (!)

Edradour Prot Matured 9th Release 2003, 46%

Nase: Der erste Eindruck vermittelt junges Alter (was er ja wohl auch hat ). Er riecht mehr wie ein

Die Farbe ist außergewöhnlich (kommt auf dem Bild nicht ganz rüber), fast pink

Obstbrand oder ja…Erdbeergeist (wenn es so etwas überhaupt gibt ?). Die Erdbeernote ist aber auch bei wiederholtem Schnuppern immer wieder auffindbar. Port ist für mich eher weniger als Aroma zu spüren. Er ist schon da, aber nicht so sehr, wie man erwarten könnte. Cremig.

Geschmack: Er startet süß, regt den Speichelfluss an und wird gegen Ende trockener.
Vordergründig schmecke ich hier Kirsche, die schnell von Eiche abgelöst wird.
Eine besondere Tiefe kann ich hier allerdings nicht entdecken. Auch beim 4. und 5. Schluck finde ich nicht viel Neues.

Abgang: eher kurz, der Eichengeschmack überlebt am längsten.

Fazit: Vielleicht ist der Port Matured Opfer meiner hohen Erwartungshaltung. Ich hatte viel erwartet, vielleicht zu viel. Kann aber trotzdem nichts an ihm finden, was ihn über einen 3-Punktestatus herausheben würde. Verglichen mit anderen, von mir mit 3 Punkten bewerteten Whiskys, hängt er sogar hinterher. Ich vergebe damit nicht erwartete 2/5 Punkten.
Ich weiß allerdings, dass dieser Whisky auch in anderen Whisky-Foren polarisiert.

Punktevergabe

Veröffentlicht in sonstiges mit den Tags , , am Juli 22, 2012 von duesseltaler

Morgen gibt es ein neues Review.
Ich möchte an dieser Stelle daher auch schnell mal eine kleine Legende einstellen, welche meine Punktevergabe (noch) besser “übersetzten” soll.

Im Grundsatz gilt aber auch weiterhin: “It´s all a matter of personal taste”
oder wie wir hier im Rheinland sagen: “Jede Jeck is anders !”

Review 33_Springbank 100proof, 10 Jahre, 57%

Veröffentlicht in OA, reviews, Springbank mit den Tags , , , am Juli 19, 2012 von duesseltaler

Springbank gehört für mich zu einer der Brennereien, die mich besonders interessieren. Nicht, dass ich schon viele Abmessungen probieren konnte ( zu viele Fische, zu klein das Netz ;-) ), aber das, was ich bisher über diese unabhängige Brennerei in Familienbesitz gesehen und gelesen habe, weckt die Neugierde.
Empfohlen sei an dieser Stelle auch ein Video von Ralfy, in dem er die Brennerei besichtigt. Dank des Internetshops McWhisky aus Wuppertal, der mir eine Flasche des 100proof hat zukommen lassen, wird der Missstand eines fehlenden Reviews zu einer Springbankabfüllung nun behoben.
Und ihr braucht nicht nachsehen….Missstand wird wirklich mit drei “s“ geschrieben ;-)
Ich habe leider nur noch einen Resttropfen vom Springbank und da ich bei 57% eh verdünnen würde, tue ich es also direkt. Folgende Notizen nun unter Zugabe von ein ganz klein wenig Wasser im Whisky.

Springbank 100proof, 10 Jahre, 57%

Nase: Fruchtig. Irgendwo habe ich Aprikosen gelesen und ich finde, das trifft es ganz gut. Rauch ist auch da, zumindest erstmal in der Nase, in genau der Konzentration, die ich am liebsten mag – nicht zu übermäßig, aber doch gut spürbar. Entbehrt auch nicht einer gewissen Frische.

Geschmack: süßer Honig, leicht fruchtig, knuspriges Malz, schöner, nicht phenolischer Rauch mit Eiche.

Abgang: Mittellang bis lang leicht süßlich/herb mit Eiche

Fazit: Nicht schlecht. Bestimmt nicht mein letzer Springbank im Glas. Allerdings haut er mich auch nicht so sehr vom Hocker, dass ich sofort die nächste Bar aufsuche.
Ich gebe 3/5 Punkten.

Neulich beim Dinner…

Veröffentlicht in sonstiges mit den Tags am Juli 17, 2012 von duesseltaler

Holla die Waldfee !

Ich halte es für eine natürliche Entwicklung: Dort wo sich der Whisky zu einem handfesten Hobby mausert, wird man früher oder später bereit sein immer mehr seines Geldes in jenes zu investieren, was die “Whisky-Muggel” vielleicht  als schnöden Schnaps bezeichnen würden.
Der Whisky Liebhaber kennt viele Gründe sein Geld (auch in größeren Mengen) für Uisge Beatha auszugeben. Mag es der Geschmack sein, der Sammler-/Investitionswert, das Erlebnis etwas Altes und/oder Seltenes zu trinken oder einfach, weil man es sich leisten kann.

Aber mit Ausnahme des Letzteren, kann sonst nur noch geistige Umnachtung als Begründung dafür herhalten, folgende Preise, so wie sie mir neulich in einem Restaurant auf dessen Getränkekarte begegneten, zu bezahlen…

Review 32_Talisker 30 Jahre, 53,1%

Veröffentlicht in OA, reviews, Talisker mit den Tags , am Juli 9, 2012 von duesseltaler

Mit Talisker, der einzigen Brennerei auf der Insel Skye, verbinde ich einige meiner ersten Whisky Erinnerungen. Damals war der zehnjährige Talisker allerdings nur Frachtgut in Form eines Kundengeschenks, welches ich durch die Gegend gefahren habe. Nun brachten ihn diese ersten Berührungspunkte und sein günstiger Preis aber dann auch schnell auf meine Wunschliste, als mein Whiskykonsumententum (schönes Wort für scrabble) stieg. Mittlerweile ist meine Wunschliste zwar zu einer digitalen Datei stattlicher Größe gewachsen und ich habe den Talisker 10 Jahre lang nicht mehr getroffen auf meiner Reise durch 1001 Dram, aber ich halte ihn immer noch für einen der Top Whiskys in seinem Preissegment. Sein individueller, würziger, von anderen gerne auch als “Chilli Catch” bezeichneter Geschmack, verleiht ihm sein typisches Charakterbild.
Wäre ich ein überbezahltes, egomanisches Mitglied einer dieser Popstars-Castingshows, würde ich hier wohl von einer “Stimme” mit hohem Wiedererkennungswert sprechen.
Kurz umrissen, fanden sich aus der Taliskerrange folgende Abfüllungen schon zum Verzehr in meinem Glas ein:
Talisker 10 Jahre, 45,8 % -Für knappe 30,- € ein absolutes Top Preis-/Leitungsverhältnis

Talisker 57° North, 57% – Empfand ich persönlich jetzt nicht als besonders große Weiterentwicklung zum 10-Jährigen.

Talisker Distillers Edition 1999, 45,8% – Wiederum sehr überzeugend !

Talisker 25 Jahre, 54,8% – Trotz der Fassstärke immer noch sanfter als mit 10 Jahren und dennoch unverkennbar Talisker

Talisker 34 Jahre (LE)Foto: The Whisky Exchange

Na und jetzt gleich dann halt auch der 30-Jährige….

Da draußen gibt es auch seit 2011 eine auf 250 Flaschen limitierte Edition eines 34-Jährigen, welche ich allerdings wohl nur aus der Ferne bewundern darf. Da es aber eine äußerst schöne Präsentation ist, stelle ich mal ein Bild ein.

Aber nun zu meinen Möglichkeiten und es ist SEHR GUT möglich, dass nun folgende tasting notes zum Besten gegeben werden:

Talisker 30 Jahre, 53,1%

Nase: Gleich ein Talisker, würzig, salzig. Trotz der 53,1% sanft in der Nase und einfach zu riechen. Hat eine schöne Tiefe. Erinnert an Sahnebonbons, der Eindruck von Rauch ist sanft, fruchtig und trotz der Salznote auch süß. Ein komplexer Whisky.

Geschmack: Süße regt den Speichelfluss an. Die Würze tritt allerdings ebenso direkt an um ihr Votum einzufordern. Der zweite Schluck ist gleich trockener, herber. Mehr Holz als in der Nase, aber trotz der 30 Jahre im Fass nie dominant. Malziger im Geschmack als im Aroma. Die Frucht ist am Gaumen ebenso spürbar wie in der Nase, allerdings wiederum deutlich weniger intensiv.
Auch wenn er es nicht braucht, gebe ich etwas Wasser hinzu (bei nem 30-Jährigen nicht leicht übers Herz gebracht ;-) )
[Nachtrag zur Nase: Das Wasser lässt ihn noch cremiger erscheinen, mehr Vanille ist spürbar]
Das Wasser macht ihn noch sanfter, öliger im Mund. Schöne Würze mit herben Geschmäckern. Immer ein Talisker, auch wenn das Alter ihm etwas von der Schärfe des 10-Jährigen nimmt.

Abgang: lang und würzig

Fazit: Zweifelsohne ein feiner Whisky und er gewinnt durch die lange Reifezeit. Dennoch bin ich irgendwie in den Hintern gekniffen. Darf ich einem 30-Jährigen Talisker “nur” 4/5 geben ?
Ich denke, ich darf. Darum geht es bei MEwhisky doch: “It´s all about personal taste”.
Ich verurteile niemanden, der hier 5/5 vergeben würde. Manchmal ist es Tagesform, manchmal einfach Geschmackssache. Ich würde keinem vehement widersprechen, der hier mehr vergibt. Für mich ist der 30-Jährige Talisker ein sehr guter Whisky, aber es gibt für meinen Geschmack den ein oder anderen Whisky, den ich nun mal noch etwas weiter vorne sehe. Habe auch mal gegoogelt. Auch bei anderen Verkostungen erhält der Talisker 30 Jahre mal mehr mal weniger Punkte. Also, am besten selber probieren. Bereuen wird man es mit Sicherheit nicht !

Review 31_Highland Park New Make Spirit

Veröffentlicht in Gewinnspiel, Highland Park, OA, reviews mit den Tags , am Juli 2, 2012 von duesseltaler

Die Geister, die ich rief…
…der Highland Park New Make Spirit

Als ich diesen New Make zum ersten mal auf der Homepage von Highland Park sah, war ich sofort interessiert.
Highland Park ist mindestens “eines” meiner liebsten Fasswasser, die ich käuflich erwerben kann ohne einen Anruf von Herrn Zwegat zu bekommen. ;-)

Als reifender Whiskyenthusiast war ich gespannt, wie sehr sich die Geschmäcker, die ich doch so sehr mag, auf den Reifeprozess im Fass zurückführen lassen und wie das Destillat ohne diesen Einfluss schmeckt. Nicht ganz einfach zu besorgen, habe ich dann doch 2 Flaschen vom Highland Park New Make Spirit bekommen und neben dem Eigengebrauch noch einen Abonnenten von MEwhisky bedienen können. (So werde ich meine nun folgende Review auch in den nächsten Wochen noch um die Eindrücke des Gewinnspielsiegers ergänzen).

Doch bevor ich den New Make Spirit beschwöre, möchte ich noch schnell auf die bereits verkosteten “gereiften” Highland Park verweisen: HP 18 Jahre und HP 25 Jahre hinweisen.

Tasting notes

Nase: Ein typischer New Make Geruch. Geht eher in Richtung Obstler, süßer (klebriger) Geruch. Ich finde Torf. Ich muss aber auch etwas an “nasse Pappe” denken :-/

Geschmack: Süß, trockener werdend, Malz und Rauch, sowie Honig.

Finish: Nicht so lang, aber auch nicht unangenehm kurz.

Fazit: Gerry Tosh, nennt es einen guten “starting point”. Das ist er ohne Zweifel. Allerdings ist er noch nicht fertig und das spürt man auch. Was mich hier nun zu 2/3 Punkten greifen lässt, ist die Tatsache, daß mir der kürzlich genossene New Make der Märkischen Spezialitäten Brennerei ,schon bedeutend besser Geschmeckt hat und wohl 3 Potstill bekäme.
Aber auch so. Eine interessante Erfahrung und mir immer noch lieber, als so anderer Schnaps.

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