
Connemara Tasting Box mit Nosingglas
Einleitung: Wer jetzt Angst hat, ein Teil der Kelly Family habe sich doch
wieder zusammengetan und einen Auftritt in Friesland gehalten,
den kann ich hiermit ausdrücklich beruhigen!
Der Titel zum folgenden Tasting kam mir in meinem wohlverdienten
Familienurlaub in den Sinn, den wir in der Nähe von
Norddeich/Ostfriesland verbringen durften.
Auf Anraten des Düsseltalers hatte ich mir eine Tastingbox
vom einzigen irischen Torfwhiskyvertreter Connemara als kleine
Urlaubsverpflegung zwischen Socken, Hosen und Shirts gepackt.
Und wie ihr aus den folgenden Tastingnotes entnehmen könnt,
war das alles andere als sinnloses Reisegepäck.
Doch zunächst möchte ich noch ein bisschen auf die Geschichte
des Connemara und der Brennerei eingehen.
Der Connemara ist benannt nach der gleichnamigen Region
im Westen Irlands, nahe der Provinz Connacht.
Die Brennerei Cooley zeichnet sich für den wohl ungewöhnlichsten
Dram der irischen Geschichte verantwortlich.
Die gemalzte Gerste wird, wie in Schottland üblich, über einem
Torffeuer gedarrt. Dadurch erhält der Connemara seine für Irland
untypische Torfigkeit. Ein weiteres besonderes Kennzeichen finden
wir in der zweifach Filtrierung, welche ebenfalls eher mit schottischen
Gewässern in Zusammenhang steht.
Der Connemara kommt in fünf verschiedenen Ausführungen daher,
diese sind: Peated Single Malt, 12 year Old Peated, Single Cask Peated,
Cask Strength und als absolutes Torfmonster konzipiert,
der Torf Mór Cask Strength, mit sage und schreibe 50ppm Phenol!
Mein Tastingset enthielt den Connemara Peated, Peated 12 year und
die Cask Strenght.
Das formschöne Nosingglas, welches dem Set beilag, hat die Rückreise
leider nicht mehr erlebt und wurde kurz nach dem Tasting von meiner
Frau beim Spülen zerbrochen. Nun aber genug der Vorrede und rein
in die wunderbare Welt der torfigen Iren.
Connemara peated
Nase: fruchtig, ganz leichter Torf
später Zitrusfrucht
Geschmack: Honig, Frucht, gefolgt von intensiven,
malzigen Aromen, Eiche
Abgang: fruchtig, ohne! Peatexplosion
Punkte: 2 von 5
Fazit: Netter Allrounder, zwar mit
einigen Ecken und Kanten, aber ansonsten eher
durchschnittlich.
Torf kann ich beim besten Willen nicht deutlich
heraus schmecken.
Von daher eher enttäuschend.
Connemara 12 years
Nase: Torf, mit leicht fruchtigen Essenzen
Geschmack: samtig weich, dann Torf, Übergang
von Torf auf eher teigige Aromen wie Biskuit oder
Gewürzgebäck
Abgang: ausgewogener, nicht überintensiver
Torfeinschuss
Punkte: 4 von 5
Fazit: Der 12 Jährige schmeckt so, wie ich mir einen
irischen Whisky mit Torf vorgestellt habe.
Deutlich außergewöhnlicher als der Peated.
Geschmacklich und in der Komplexität sicher
der Beste aus dem Hause Cooley.
Dafür mit 56 Euro auch der hochpreisigste.
Connemara Peated cask strength
Nase: Torf und nichts als Torf!
Geschmack: starke Torfnote,
dunkle Frucht, Gewürz
Abgang: dunkle Schokolade,
wieder Torf, würzig und langanhaltend
Punkte: 3 von 5
Fazit: Milde, typisch irische Sanftmütigkeit,
gepaart mit herrlichen Torfnoten.
Insgesamt ausgewogen und würzig!
Preislich mit ca. 35 Euro und den vorhandenen
Eigenschaften der Geheimtipp in der Box.
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Dieser Eintrag wurde am August 23, 2012 um 1:24 nachmittags erstellt und unter reviews mit den Tags Connemara, Irish Whisky, Irland, Peated, Torf abgelegt. Sie können die Antworten auf diesen Artikel durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.
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