Archiv für die Kategorie Neuerscheinungen

Ardbeg Galileo ???

Veröffentlicht in Neuerscheinungen, sonstiges mit den Tags , , , , am April 11, 2012 von duesseltaler

Die Brennerei Ardbeg von der Insel Islay ist bekannt für ihren guten Whisky. Allerdings ist sie auch genauso berüchtigt für ihre große Marketing Maschine.
Sobald ein neuer Tropfen kreiert wurde, wird dieser promoted bis zum geht nicht mehr.
Ob zum Beispiel die extrem ausgekohlten Innenwände der Fässer, in denen dann der Ardbeg Aligator reifte und welche namensgebend für die Abfüllung sind, eher dem Geschmack dienen oder der Marketingabteilung sei dahingestellt und soll jeder für sich selbst beurteilen.
Schaut man sich allerdings die “on/off“-Verfügbarkeit des Aligator und dessen Preisentwicklung an, so hat man schon schnell das Gefühl hier mit künstlichen Verknappungen und gezielt geschaffenen Sammlerwerten die Wertschöpfung zu erhöhen.
Der am 2. Juni stattfindende Ardbeg-day inkl. der Islay-Lympics im Rahmen der Feis Ile, der Islay Festtage,  ist ebenfalls so ein…Spötter würden sagen Marketing Gag.

Nun aber geht’s in ganz andere Bahnen und das im wahrsten Sinne des Wortes.
2011 nahmen Astronauten der Nasa Komponenten eines Ardbeg New Make Spirtits und angekohlte Eiche für ein Reifungs-Experiment mit zur Raumstation ISS  (Hier geht´s zur Nachricht auf der Ardbeg-Homepage ).
Klar, dass so eine Geschichte nicht nur Gesprächsthema am Kaffeautomaten bei Mission Control ist. ;-)

Passend hierzu taucht nun bei facebook folgendes Bild auf :

Quelle: Facebook "Scotch Malt Whisky Collector"

Quelle: Facebook "Scotch Malt Whisky Collector"

“Nachtigal ick hör Dir trapsen“….Was meint ihr: Vielleicht das 2012er Feis Ile Bottling oder doch ein fake ?
The Whisky Collector lässt auf facebook nichts Näheres zu dem Bild wissen, so wie es aussieht aufgrund von eigener Ahnungslosigkeit.

Review 15_Jim Beam Honey, 35%, Whisky Likör

Veröffentlicht in Jim Beam, Neuerscheinungen, OA mit den Tags , , am April 10, 2012 von duesseltaler

Versprochen ist versprochen.

In diesem Sinne halte ich nun Wort und werde meinen (Bourbon-)Senf zur neuesten “limited Edition” aus dem Hause Jim Beam, dem Jim Beam Honey abgeben.
Zum Thema aromatisierte Whiskys hatte im blog alles hier seinen Ausgangspunkt. Es handelt sich freilich beim J.B. Honey mit seinen 35% Alkoholgehalt nicht um einen Whisky, sondern um einen Likör.
Jim Beam kennt sicherlich jeder, auch Nicht- Whisky-Enthusiasten. Vorrangig als Zutat diverser Mixgetränke verwendet, ist dieser Bourbon wohl neben Jack Daniels Tennessee Whiskey und dem Johnny Walker Red Label der häufigste Gast in den Regalen unserer Supermärkte.
Ein paar Randdaten seien hier dennoch kurz niedergeschrieben:

Quelle wikipedia:

Seit 1795 wird diese Whiskysorte in der Jim-Beam-Destillerie in Clermont, Kentucky, hergestellt. Begründer der Destillerie war der am 9. Februar 1760 geborene deutschstämmige Johannes Jakob Böhm, der sich später in Jacob Beam umbenannte. Der von ihm produzierte Whisky wurde als bourbon bekannt, höchstwahrscheinlich benannt nach Bourbon County, Kentucky. Das Getränk wurde zunächst unter dem Namen Old Jake Beam aus der Destillerie Old Tub verkauft. Jacobs Sohn David (1802-1854) und sein Enkel David M. Beam (1833-1913) expandierten und verlegten den Sitz an die neugebaute Eisenbahnstrecke nach Nelson County. Der Urenkel des Gründers, Colonel James B. Beam (1864-1947), baute nach der Prohibition die Firma 1933 in Clermont, Kentucky, nahe seiner Heimatstadt Bardstown wieder auf. Weitere Firmenchefs waren T. Jeremiah Beam (1899-1977) und sein Sohn James B. Beam Booker Noe (1929-2004). Der Sohn von Booker Noe, Fred Noe (1957) setzt die Familientradition fort und leitet heute das Unternehmen.

Meine Eindrücke zum

Jim Beam Honey, 35%

Nase: Das typische Jim Beam Aroma mit Vanille, Honig und etwas Eiche.

Geschmack: Süß, definitiv süß. Allerdings ist es nicht nur Honigsüße, die einem den Speichel zusammenzieht.
Diese Geschmackskomponente, welche dem Likör den Namen gab, kommt relativ ausgewogen daher.
Eiche lässt sich ebenfalls auf den Geschmacksknospen blicken.

Abgang: lang mit – Achtung Überraschung – Honig ;-)

Fazit: Er ist besser als ich erwartet habe. Allerdings ist er schon ziemlich süß und ich werde deshalb die Flasche nicht ohne Eis als Zugabe im Glas leeren.
Aber ich bin wie gesagt positiv überrascht. Es ist kein Bourbon oder Single Malt, daher scheue ich mich ein wenig hier die Punkte zu vergeben, da ein Vergleich schwer fällt.
Ich gebe vorsichtige 3/5 Punkte. Allerdings mit “Sternchen”, denn im Vergleich zu einem “3 Punkte Malt”, sind diese “3 Likör Punkte” schwächer zu bewerten !

Et Düsseltaler

Neuerscheinung

Veröffentlicht in Neuerscheinungen am März 2, 2012 von duesseltaler

limited vintage release – anCnoc 1998

Ohne Farbstoff, Nicht kühlgefiltert, 46%
Erhältlich in UK, Deutschland, Russland, Frankreich und Japan

Image

Quelle: Facebookauftritt von anCnoc

Money makes the Dram go around

Veröffentlicht in Neuerscheinungen, sonstiges mit den Tags , , am Februar 26, 2012 von duesseltaler

Mal ein paar Gedanken am Rande

Glenfiddich hat viele Abfüllungen auf dem Markt und so mancher Jahrgang ist das Paradebeispiel einer Massenabfüllung. Eine der seltensten, wenn nicht die seltenste von Glenfiddich ist allerdings der Janet Sheed Roberts Reserve, 55Jahre ( benannt nach der Enkeltochter von William Grant, seines Zeichens Gründer der Brennerei ). Die Dame, der dieser Tropfen gewidmet ist, wird 2012 stolze 111 Jahre alt! Nicht weniger stolz ist der Preis, den die erste Flasche dieser auf 11 Flaschen limitierten Sonderabfüllung brachte. Im Dezember 2011 brach sie mit £46.850 den Rekord für den teuersten single malt der Welt. Nun kam die zweite Flasche unter den Hammer und brachte weitere “wahnsinnige” £44.000 für einen guten Zweck.

Doch was heißt hier eigentlich wahnsinnig? Der gehandelte Wert für die Sonderabfüllung zum 60 Jährigen Thronjubiläum der Queen von Diageo /Johnnie Walker  schlägt die hier erzielten Preise um Längen. £100.000 müsste man wohl berappen um diesen Whisky ja…was denn…um ihn im Regal oder sogar im Safe stehen zu haben? “Darf“ man den überhaupt öffnen ?

Es gilt zu hinterfragen: Ist das eigentlich noch ein vertretbarer Wert für eine Spirituose oder Kommerz-Wahnsinn ?

Früher oder später muss sich jeder Liebhaber und Sammler fragen, wie viel er denn für sein Hobby ausgeben möchte. Wenn das Hobby  Leidenschaft geworden ist, bestimmt die Grenzen für das “Wollen“ nicht selten das “Können“. Auch ich als Whisky Freund habe mir zu Anfang Grenzen gesetzt. „Na mehr als 50,- € wird es wohl nicht werden…eventuell mal der 21 Jährige mit Rumfassfinish für 95,- € etc.“ Doch mit zunehmender Erfahrung, wachsendem Wissen und einer Geschmacksfindung findet man immer mehr Abfüllungen, die einem gefallen und  es gelangen immer mehr Brennereien, ob noch aktiv oder stillgelegt, in das Visier der Begierde. Proportional steigt mit dem Interesse das Verlangen nach bestimmten Flaschen und mit ihr die Priorität im persönlichen “Warenkorb“. Und auf einmal werden Flaschen gekauft, die vorher noch irgendwie „zu teuer“ waren. Der Preis der Flaschen hat sich dabei nicht geändert, sondern nur der Blick auf diese. Man ist einfach nur bereit mehr von seinem, sagen wir es mal so, wie es ist: „sauer verdientem Geld“ in sein Hobby zu investieren.
Und das ist auch OK so, solange man diese gesteigerten Ausgaben kompensieren kann (ggf. zu Lasten anderer Hobbys) und nicht an existenziellen Dingen spart. Man sollte auch die Wertigkeiten im Leben nicht zu sehr verschieben. Bei allen Ausgaben, die man bereit ist für sein Hobby auszugeben, sollte dies immer den Stellenwert eines Hobbys behalten. Ein soziales Engagement bzw. die ein oder andere Spende hat noch nie geschadet und hilft den Blick dafür zu behalten, wie gut es einem geht und erinnert daran, dass andere Menschen sich täglich fragen, wo sie überhaupt Wasser herbekommen und nicht ob man nun den 30-Jährigen oder doch den 40-Jährigen kaufen kann. Ein gesundes Trinkverhalten sei eh grundsätzlich jedem empfohlen. Ich selber achte immer mehr darauf lieber weniger, dafür hochwertigere Whiskys zu kaufen und zu trinken.
Und da sind wir wieder bei meiner Frage von oben: „[…]um diesen Whisky ja…was denn…um ihn im Regal oder sogar im Safe stehen zu haben? “Darf“ man den überhaupt öffnen ?“
Mein persönliches Credo ist: Whisky is for drinking ! Ich würde jede Flasche, die ich mir leisten kann auch öffnen und trinken! Auch meine wohl derzeitige Traumflasche, der Highland Park mit 50 Jahren (derzeit ca. £10.000) würde, sofern ich ihn mir jemals „verantwortungsvoll“ leisten könnte, früher oder später als leere Flasche in der Vitrine landen.
Ein Sammler sieht das alles natürlich ganz anders, aber das mag jeder halten wie er mag.

In diesem Sinne: „however you like it – just enjoy“

+++NEWS+++NEWS+++

Veröffentlicht in Neuerscheinungen mit den Tags , , am Februar 6, 2012 von duesseltaler

Gute Nachrichten soll man direkt verbreiten !

Der Highland Park 21 Jahre, wird demnächst standardmäßig mit 47,5%  im gemeinen Handel erhältlich sein. Bisher war dies nur den Flaschen für den “Travel Retail“, also dem zollfreien Handel ( z.B. im Flughafen ) vorbehalten. Die Abfüllung im gemeinen Handel Betrug dagegen etwas “schwache” 40%.

Quelle hierfür ist  Highland Park selber, die mein Jammern ;-) auf der Plattform über diesen Missstand des prozentualen Alkoholgehalts also zufällig gleich entkräften konnten.

Quelle: highlandpark.co.uk ( hier noch die 40% Version )

Quelle: highlandpark.co.uk ( hier noch die 40% Version )Highland Park auf facebook

Quelle: Facebook

Das Land, wo Bourbon und Honig fließt

Veröffentlicht in Neuerscheinungen mit den Tags , , , am Januar 8, 2012 von duesseltaler

Aromatisierte Whiskys sind wohl eher streitbar, denn durchweg gut.

In den Foren lese ich eher überwiegend schlechte Kritiken, aber in den Regalen der Händler bzw. Supermärkte stehen immer wieder einige Vertreter dieser Variante des Whiskys. Also irgendwer scheint die Flaschen ja zu kaufen. Kann man jetzt quasi sagen: “Aromatisierte Whiskys sind die Bildzeitung unter den Spirituosen ? Keiner will sie gekauft haben und trotzdem haben sie eine ordentliche Auflage “ Na ja, soweit würde ich nicht gehen. ;-)

Um allerdings auch ehrlich zu sein, habe ich noch nie so nen Aromatisierten getrunken.

Nicht, weil ich es im Prinzip ablehne, sondern, weil es sich nicht ergeben hat.

Den angestrebten “Jack Daniels Winter Jack“ habe ich hier nirgends bekommen und schon gar nicht den “Jack Daniels Honey“ ! Letzterer ist zurzeit nur in den USA erhältlich bzw. ich glaube auch in Kanada. Auf Ebay waren genügend Bieter so bekloppt das 3-4 Fache für eine falsche JDH zu bieten und so hatte ich den, wie gesagt, bisher nicht im Glas.

Doch nun scheint mein Ausflug in die Welt des aromatisierten Whiskys nicht mehr all zu lang auf sich warten zu lassen. Jim Beam hat für seine diesjährige Markteinführung gerade Deutschland ausgewählt. Schon bald gibt es also den “Jim Beam Honey” in unseren Regalen und ich werde mich entweder in die Reihe der Nörgler einreihen oder ihnen zumindest im Falle des JBH widersprechen! Aber egal, welchen Pfad der Macht ich wähle, der Bericht folgt hier in Kürze!

The Shack Attack (Mackilay´s Rare Old)

Veröffentlicht in Neuerscheinungen mit den Tags , , , , , am Januar 6, 2012 von duesseltaler

Genau wie der Geschmack und das Aroma, können die Geschichten rund um einzelne Abfüllungen den Charme und Reiz eines Whiskys ausmachen.

Eine besonders interessante Geschichte ereignete sich im Jahr 2011 mit der Entdeckung von 5 Kisten Whisky und Cognac, unter einer Hütte in der Antarktis. Die Hütte hatte der Forscher Ernest Shackleton  errichtet, als er bei einer seiner Expeditionen versucht hatte den Südpol zu erreichen. Da diese Expedition im Jahre 1908 stattfand, wird der Whisky der Marke “Rare and Old“ in seiner Herstellung auf das Jahr 1886/1887 (!) geschätzt.

Nicht gefroren und durch die äußeren Gegebenheiten und Umstände kaum oxidiert, gibt der Whisky daher einen schönen Einblick darüber, wie um die vorletzte Jahrtausendwende der Whisky geschmeckt hat.

Nun wäre eine solche Flasche allerdings kaum zu bezahlen…doch zum Glück hat unter der Mithilfe der geübten Sinne ihres Masterblenders Richard Paterson, der Geschäftssinn der Firma White and Mackay (denen mittlerweile die damalige Herstellerbrennerei Chas Mackinlay gehört)  für Whiskyliebhaber ergiebige Früchte getragen.

Geborgen und analysiert, wurde vom Tropfen eine Replika hergestellt, die nun auf Wunsch den Geschmack  von 1900 in die heimische Gläser des 21 Jahrhundert bringt.

Dabei hat man sich ziemliche Mühe gegeben, die Geschichte um die Abfüllung  herum am Leben zu erhalten. Die Flaschen wurden den Originalen im Aussehen angepasst. So hat die Flasche, den “Anktarktis-Findlingen“ nachempfunden, Lufteinschlüsse im Glas und kommt in einer mit Stroh gefüllten Holzkiste daher. Ferner gibt’s noch einen extra beigelegten, ursprünglicher wirkenden Korken im Strohsack.

Quelle: "Malt Facination"

Für die Replika wurden Whiskys verblendet im Atersbereich von 8 bis 30 Jahren. Da wären: Glen Mhor, Dalmore als Lead Malts / Longmorn, Benriach, Glenfarclas, Mannochmore, Tamnavulin und Glenrothes aus der Speyside sowie Balblair und Pulteney aus den Highlands. Und auch etwas Jura Whisky ist  in dieser außergewöhnlichen Komposition vorhanden. Gereift wurde das ganze in Sherryfässern.

Der Geschmack des Whiskys hat mich persönlich weniger begeistert, als die Geschichte drum herum. Auch wenn ich bei weitem nicht sagen möchte, das dieser Blend schlecht ist.

[ Er ist in der Nase erdig mit Spuren von Apfel / Im Mund Rauch, Eiche und leichte Süße / Langer Abgang, der den ersten Eindruck bestätigt ]

Ich hatte etwas “Groberes“ erwartet…ach sprechen wir es aus, etwas “Spritigeres“, aber scheinbar haben die Schotten damals schon gewusst, wie guter Whisky schmecken sollte.

Am Ende bleibt das Erlebnis und das Recht sagen zu können: “Ich habe IHN probiert“ länger als der Geschmack. Aber wie jeder Tropfen hat auch dieser seine Berechtigung und wie gesagt: Schlecht ist er nicht und eine schöne Geschichte ist es allemal !

Der Preis liegt Anfang 2012 bei ca. 150,- €…Tendenz steigend !

Einige Videos zum Thema kann man natürlich auch auf youtube finden.

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