Archiv für die Kategorie sonstiges

Des Whiskys neue Kleider

Veröffentlicht in sonstiges am Juni 5, 2013 von duesseltaler

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Was dem einen sein “Oh, wie schön!“, ist dem anderen sein “What the F***?“

Worum geht´s? Nein, es geht nicht (wie bei der Einleitung vielleicht vermutet) um die Schlauchbot Lippen von Chiara Ohoven oder sonstige Buckelpisten, die sich diverse Promis ins Gesicht oder sonst wohin spritzen lassen, um auszusehen wie in ein Netzstrumpf gequetschter Schweinehintern, sondern um die Verpackung von Whisky, genauer gesagt um das Flaschendesign.

Googelt  man nach dem “teuersten Whisky der Welt“ bekommt man haufenweise Treffer, wo der Preis sich über die Flasche, anstatt über deren Inhalt definiert.
Klar, der eingefüllte Tropfen hat auch seine 40 bis 50+ Jahre in der Altersangabe stehen und ist selbst bei entsprechender Liquidität aufgrund seiner Seltenheit nicht einfach zu bekommen, aber Diamantenbesatz, handgeschliffenes Kristall und Gold-Applikationen an der Flasche treiben den Preis erst recht in die Höhe. Und am Ende sieht es noch nicht mal gut aus !
Die Modelmaße meines persönlichen Whisky-Geschmacks und des daraus resultierenden Eindruckes lauten 2/49/49 – 2% Flaschendesign, 49% Geruch und 49% Geschmack.
Das Aussehen würde bei meinem Kaufentscheid – gebe ich mich der Theorie hin, ich würde in der Abramovic Liga spielen und mir einen solchen High-End Whisky leisten können – nur eine ganz untergeordnete bis gar keine Rolle einnehmen. Aber auch wenn ich mir weder den FC Chelsea noch das Luxusfasswasser leisten kann, seien hier die Fragen erlaubt: Warum müssen diese besagten Flaschen immer aussehen, wie Chanel No.5 oder ein anderes Duftwasser von “Jean Charles Davidoff zu Bulgari und Lagerfeld“ ?
Und warum hat mein Duschgel dann nicht wenigstens auf der anderen Seite die Form der Balvenie Flaschen ?
Ich versteh es nicht. Aber auch hier gilt: Jeder Jeck is anders und solange es keinem schadet, soll jeder nach seinem Gusto handeln.
Ich habe zum Abschluss mal ein paar Beispiele an Flaschendesigns aufgeführt, die in das oben genannte Schema passen, die einen mehr, die anderen weniger, aber allesamt für mich “too much“ !

Et Düsseltaler

Besser spät, als nie…

Veröffentlicht in Ben Nevis, Düsseltalers Whisky des Jahres, Meadowside Blending, sonstiges, The Maltman, UA am Mai 17, 2013 von duesseltaler

…soll heute mal das Motto sein.
In so vielen Blogs wurden die Whisk(e)ys des Jahres gewählt, nur wir haben  gepennt. :-/
Ich mag aber mein persönliches “High-End Fasswasser“ aus 2012 nicht unerwähnt lassen, auch wenn wir bereits einige Monate tief in 2013 waten.

Vorab noch eine Anmerkung. Falls gleich jemand aufschreit und  denkt: “Öööh, den kenn ich schon seit 2 Jahren“ oder “Der ist ja kaum besser als der und der“, dem sei gesagt, dass es hier nicht um Quantenphysik oder die Entdeckung eines Wurmlochs  geht. Es ist und bleibt immer und immer wieder eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und viel älter als 2012 ist diese Abfüllung trotzdem nicht, wenn überhaupt.

Den Ben Nevis 21yo aus der Maltman Serie von Meadowside Blending, um den es hier geht, habe ich auf der Interwhisky letztes Jahr kennengelernt. Er fand seinen Weg in mein Glas und traf meine Nase wie Amors Pfeil Romeos Hinterteil, als er zum ersten Mal Julia erblickte und meinen Gaumen wie Daniela Katzenberger die Erkenntnis, als sie beim Telefonhörer bemerkte “oben – hören“, “unten-sprechen“.

Eine Fruchtbombe, komplex süffig, lecker, aber auch nichtganz ohne Würze.
Ein Volltreffer für mich und ein absolutes “HABEN WOLLEN!“ in 2012

>>Hier<< nochmal der Link zum entsprechenden Review.

Flaschen gibt es noch u.a. bei McWhisky.com und nächstes Jahr soll ein weiteres Bottling rauskommen, diesmal aus demBen Nevis 21 Sherryfass.

Bis dahin

Et Düsseltaler

PS.: Die möglichen Kandidaten für mein Highlight 2013 habe ich eventuell bereits gekostet.

Ab nächster Woche folgt eine Reihe Reviews von wirklich hervorragendem Uisge Beatha.
U.a. verkoste ich meinen teuersten Tropfen EVER !

Blend Runner by Düsseltal Blending – Teil 2

Veröffentlicht in Blend, Blend Runner, sonstiges am Mai 8, 2013 von duesseltaler

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So…da nun gestern im TV Blade Runner lief, dachte ich mir, es wird mal wieder Zeit für meinen persönlichen “Replikanten“, den Blend Runner.

Was ich mir hier zusammen blende und warum, kann man in Teil 1 >>HIER<< nachlesen. Die nächsten Ingredienzien (gibt bestimmt mordsmäßig Punkte beim scrabble für das Wort) sind zugefügt und lassen Miraculix vor Neid erblassen. (jüngere Generationen tauschen Miraculix gegen Severus Snape oder gegen einen Mensa-/Kantinenkoch ihrer Wahl) ;-)
Ich habe mir gespart ml Angaben zu dokumentieren, da ich ja das Ding nicht nachblenden möchte. Und sollte am Ende eine Art Ambrosia entstehen, geht´s halt in den Bereich der Legenden und Mythen ein und zukünftige Filmschaffende haben ihren Stoff für “The Angels Share 2“ ;-)

Bisher eingeflossen in den Blend Runner sind:

  • Highland Park New Make Spirit (Review 31) (ja, ich weiß, das ist kein Whisky, aber dennoch…)
  • Lagavulin 16yo (leider hier nicht reviewed, aber bekanntermaßen ein Guter)
  • Greenore 8 Jahre alt (Review 25)
  • Blair Athol (Review 22)

So…das war es zur Zeit mit in Frage kommenden Flaschenresten zur Resteveredelung.
Die Flasche ist noch nicht mal halb voll und es wir sich noch einiges tun, aber im Moment schmeckt das ganze auch so, dass man es an weniger anspruchsvollen Tagen durchaus genießen kann.

Whisky Fair 2013 in Limburg

Veröffentlicht in Messen, sonstiges mit den Tags am Mai 1, 2013 von duesseltaler

Als ich im Dezember auf der Suche nach einem Zimmer für die Zeit der Messe in Limburg mehr Absagen bekam, als das ZDF bei der Suche nach einem neuen Moderator von “Wetten Dass ?”, da ahnte ich schon, was dieses Symposion der Whisky-Hedonisten für einen Stellenwert innerhalb der Branche/Szene hat. Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Zimmer, welches wir im wenige Kilometer entfernten Diez ergattern konnten, wies am Ende größere Qualitäten auf, als die Lösung des ZDF.
Aber das soll mal nicht meine Sache sein, daher zurück zur Messe.
Diejenigen, die bereits seit längerem die Fasswasser-Schau in Hessen kennen, schlagen sich nun freudig auf den Schenkel und wundern sich im besten Falle über meine Naivität, was die veranstaltungsortsnahe Herbergssuche angeht. Limburg zählt bei nicht wenigen zu den beliebtesten Messen rund ums Uisge Beatha. Und das nicht nur wegen der Aussteller, sondern vielmehr wegen der Leute, die sich alljährlich dort versammeln.
Also auf ins Getümmel und der Leidenschaft ein Ventil bieten.

Um ehrlich zu sein, steh ich nicht auf Menschenansammlungen. Ich habe sie so gern wie eine Dichterlesung mit Oliver Kahn. Unter den klaustrophobischen Eindrücken der letzten Interwhisky, hoffte ich nun auf etwas mehr Freiraum und Bewegungsfreiheit. Doch im ersten Moment wurde ich enttäuscht. Am Samstag Mittag gab es zwar keine größere Schlange, an die man sich hätte anstellen müssen, drinnen hatte es doch aber schon wieder ein wenig den Charme eines Viehtriebs. Nun gut, ganz so schlimm war es nicht (oder doch?), aber oft genug musste sich die Standwahl der Möglichkeit, diesen zu erreichen oder zumindest in Ruhe anzusehen, unterordnen. Angenehm war die Möglichkeit sich auf die Empore zurückzuziehen und sich das Treiben von oben zu betrachten und die Füße zu entlasten. Gegen Nachmittag lockerte sich das Gedränge dann allerdings auch immer mehr auf, so dass ich nun endlich zum Whisky kommen möchte.

Die meisten Brennereien waren vertreten. Zwar weniger durch eigene Stände, aber doch durch unabhängige Abfüller, Händler, Sammler und Bars.
Da wir weder zu einem der angebotenen Tastings eingetragen waren, noch einen vorgefassten Plan hatten, ließen wir uns treiben und verschafften uns erstmal einen Überblick. Doch wo das Glas leer, da schlecht zu sondieren und darum: “Alle Maschinen Stop” und bei Alba Import angelegt. Auf der Interwhisky haben wir bei deren Tasting u.a. den Ben Nevis 21yo von The Maltman kredenzt bekommen – der war bekanntermaßen nicht von schlechten Eltern und Grund genug, um auch hier nun wieder den aktiven Teil des Tages einzuleiten. Zu unserer Schande ging uns der Name der dort getrunkenen neuen Maltman Abfüllung abhanden. Lag aber auch irgendwie daran, dass sie bei uns nicht wirklich ankam. Besser angekommen ist hingegen der MacDuff 28yo, den ich dort mit Vergnügen genoss. Schöne Sherry und Fruchtaromen mit Kräuternoten…ja so dürfte es weiter gehen.
Und es ging so schön weiter. Die Chronologie vernachlässigend, werde ich gleich frei heraus ein Patchwork des guten Geschmacks ausbreiten. Vorab möchte ich aber noch schnell den Aufreger des Tages erzählen.( Gerne könnt ihr in den comments später eine gegenteilige Meinung kundtun, aber ich hatte auf der Messe deswegen kurzzeitig Puls.)
Was ich bei aller Liebe zur Whisky Fachsimpelei nicht mag ist, wenn Menschen meinen, im Besitz des “Großen-Buch-der-Whisky-Wahrheiten“ zu sein.
Es begab sich also an jenem Tag, dass wir am Stand der Französischen Brennerei Glann Ar Mor standen, wo sie unter anderem ihren getorften Kornog in Fassstärke feilboten. Meine Torfschnauze von Freund wollte dem Bretonen eine Chance geben und kaufte sich einen Dram. Und nun ging´s los: Der Tropfen hatte so was um die 57,8 % und ein Krug mit Wasser stand schließlich auch auf dem Tisch. Als nun der Griff zum Wasser folgte, kam als erstes von der Dame hinter dem Stand ein entsetztes: “Non, Non, Non!” Ein anwesender Messebesucher ergänzte zumindest noch freundlich: “Ne das braucht der nicht”. Die Dame allerdings hielt sich daran fest und zischte süffisant und kopfschüttelnd noch ein “Water in cask strength ?!“ hinterher.
Nachdem mein Kollege aber auch nach der “straighten“ Verkostung einen Schuss Wasser für angemessen hielt und demnach auch agierte, wurde fröhlich auf Französisch mit eben besagtem Kunden über diese Unsitte getratscht – entweder durch Amnesie oder Ignoranz völlig ausblendend, dass wir ja noch daneben standen.
Mein liebes Fräulein: Über die Qualität Ihres Whiskys werden wir uns hier nicht äußern, um dem Vorwurf der fehlenden Objektivität ob dieses Vorfalls zu entgehen, aber wir meinen bei der Art und Weise, sowie in der Sache ist das alles: Totalement faux !

Aber egal…schnell vergessen war diese Episode doch aufgrund der vielen netten und interessanten Gespräche, die wir begleitet von leckerem Gerstenbrand ansonsten führten. Weitere Wolken am Uisge Beatha Himmel gab es zudem nicht. Außer vielleicht die erneute Feststellung, dass Port Ellen mittlerweile zu Preisen gehandelt wird, die fernab dessen liegen, was ich mir so in der Regel leisten kann. Wir möchten hier nicht jeden unserer Messeschritte schnitzeljagdartig dokumentieren, daher kommen unsere restlichen Drams nun frei von der Leber weg (darf man diese Floskel in einem Blogbeitrag über eine Spirituosenmesse eigentlich verwenden ? ;-) )

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Tomatin Decades – Ein schön leichter und sanfter Malt (wie man uns sagte, ganz nach dem Charakter seines Kreateurs Douglas Campbell).

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Old Ballantruan 10yo – Torfrauch, aber nicht beißend. Eher sanft und cremig.

Dalwhinnie 25yo

Dalwhinnie 25yo

Dalwhinnie 25yo – Schöne Honig/Vanille Noten mit pfeffriger Zwischennote. Ich fand ihn durchaus lecker, aber ist jetzt nichts, was mich um den Schlaf bringt.

Lagavulin 16yo DE

Lagavulin 16yo DE

Lagavulin Distillers Edition – Für meinen “brother in drams” war dieser Malt nicht so der Hit. Das Sherryfass setzt sich nicht deutlich genug durch, um ihn zu überzeugen.

BenRiach 25yo

BenRiach 25yo

BenRiach 25yo – Oh, der gefällt mir!  Honig und Gewürzkompott, Eichennoten und Sherry. Witzig: In der Nase roch er manchmal wie eine frisch geöffnete “Haribo Colorado“ Tüte.

unleash the Beast mit the Peat´s Beast

unleash the Beast mit the Peat´s Beast

Peat´s Beast – In der Nase: Mehr “Bonfire than Peat”, aber zusätzlich auch süße Frucht. Im Mund: Torf mit würziger Süße.

Balvenie Tun 1401

Balvenie Tun 1401

Balvenie Tun 1401 – Wer ihn kennt, weiß was für ein toller Dram das ist. Hätte stundenlang daran riechen können. Zu aufregend, um ihn hier nur eben abreißen zu wollen. Na mal sehen, vielleicht bekomme ich nochmal eine Probe und kann ein ausführlicheres Review einstellen.

Torf, Torf, Torf Smokehead Extra Black 18yo

Torf, Torf, Torf
Smokehead Extra Black 18yo

Smokehead Extra Black 18yo – Torf as Torf can! Der Fasscharakter lässt sich zwischendurch immer mal blicken, doch der Torfrauch ist schon sehr dominant.

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Laphroaig 14yo aus dem Sherrydass (Messeabfüllung) - Der Einfluss des Sherryfass ist schon spürbar, dennoch klar ein Laphroaig. Das bedeutet auch: Man liebt ihn oder man hasst ihn. Nun gut, bei  uns ist es eher: Man mag ihn oder mag ihn eher weniger.

Longmorn 1985, 27yo und Clynelish 1989, 23yo von Adelphi. – Beides sehr schöne Whiskys, wobei ich wieder besonders gefallen am Longmorn gefunden habe.
Das hatte ich auch schon am Vorgänger Longmorn, den ich auf der Aquavitae 2012 beim Tasting mit Charles Maclean getrunken habe. Ich muss mir langsam mal eine Flasche zulegen. Sehr toll balancierte Zitrusfrucht, Vanille und süße Würze. War mein vorletzter des Tages und in meinem Mund herrschte der ganze Geschmackswust des Tages und dennoch….toll.

In der Mitte: Black Corbie

In der Mitte: Black Corbie

Black Corbie - Der letzte Dram des Tages, daher sind Feinheiten schwer auszumachen. Allerdings bleibt der Eindruck eines leckeren, nicht allzu erschlagenden Rauches.

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Glenlivet 1972, 40yo, mit Rumfassfinish von Alambic Classique – Interessant, wirklich interessant. Der Rum drückt dem ganzen noch einen speziellen Stempel auf !

Karuizawa Multi Vintage

Karuizawa Multi Vintage

Karuizawa Multi Vintage - Für mich der beste Whisky des Tages und mein persönliches Highlight.
Mit großer Überraschung habe ich jetzt erst festgestellt, dass der Multi Vintage auch 59,1% hat. Merkt man nicht (im Gegenteil). Diese Balance zwischen Sherry- und Röstaromen kamen, sahen und siegten. Ein Traum !!!


Fazit:
Limburg war ne Reise wert und wird es auch in Zukunft sein. Soll heißen: Wir freuen uns auf nächstes Jahr !
Es herrscht eine schöne Atmosphäre; Es gibt guten Whisky und interessante Gespräche mit netten Leuten. Mehr kann man nicht verlangen. Außer vielleicht etwas mehr Platz, um sich etwas entspannter dem Ganzen widmen zu können. Ja, das wäre dann quasi das Wasser in unserer Fassstärke ;-)

Im Anhang noch ein paar neue und alte Impressionen und Bilder zu den getrunkenen Fasswassern.

Bis dahin
Et Düsseltaler

Wir sind dann mal (so gut wie) weg !

Veröffentlicht in Messen, sonstiges mit den Tags am April 26, 2013 von duesseltaler

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Neuland oder Ein sidekick Review

Veröffentlicht in reviews, sonstiges mit den Tags am April 8, 2013 von duesseltaler

Mit dem Interesse am Whisky steigt das Interesse am Destillat an sich…also bei mir jedenfalls. Jenseits des Fusels gibt es wirklich unheimlich viele, leckere und interessante Brennereierzeugnisse zu entdecken bzw. “Neu” zu entdecken. Mir gänzlich neu, also noch nichtmal in minderer Qualität bekannt, ist der Cachaca. “Mooooment”, schreit da der Kneipier und der Discounter wundert sich…”ist nicht auch Pitu ein Cachaca ?!” Ja richtig, aber ich kann ja nicht alles im Leben schon getrunken haben…man braucht noch Ziele im Leben was(?) ;-)
Ich will nicht zu lang schwafeln, daher: Neben dem Whisk(e)y hat mein größtes Interesse noch der Absinth und der Rum. Allerdings habe ich bei beiden nicht so viel Erfahrung, da mich der Gerstenbrand in jeglicher Hinsicht der nötigen zeitlichen und finanziellen Ressourcen im Rahmen eines Hobbys beraubt. Als aber ein Freund den kalten Tagen Richtung Zuckerhut entfloh, schrie ich noch schnell ein “Bring Rum mit!” in den Kondensstreifen. Wer dem link oben gefolgt ist, wird nun sicher wissen, dass das Cachaca kein Rum ist. Ich finde dieses Mitbringsel aber sogar besser, da ich noch nichtmal Pitu kannte und nun direkt mit einer High Quality Version starten kann.
Also mal sehen, was das Zuckerrohrerzeugnis so drauf hat:

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Canchaca Engenho D’Ouro

Nase: Überreife Birnen und Banane. Riecht saftig, allerdings – wie riecht saftig? Vielleicht kommt’s auch nur daher, weil ich an die überbackenen Bananen beim Chinesen denken muss.

Geschmack: Die Bananen / Birnen Komposition findet sich wieder.
Natürlich auch Zuckerohr, so wie ihn man von anderen Zuckerrohrerzeugnissen kennt. Sanftes Mundgefühl.

Abgang: Mittellang bis lang, weich und angenehm. Die 45% spürt man kaum. Leicht trocken am Ende.

Fazit: Es gibt ja so viele schöne Spirituosen…dieser Canchaca gehört dazu.

Buch Review_”Smokeheads” von Doug Johnstone

Veröffentlicht in sonstiges mit den Tags am März 28, 2013 von duesseltaler

Um es vorab klarzustellen: Ich bin keine ausgewiesene Leseratte. Die Bücher, welche ich (bis zum Ende) gelesen habe, könnte man wohl an 2 Händen abzählen. Um es noch deutlicher auszudrücken: Dass ICH die 1008 Seiten von Schätzings “Der Schwarm” bewältigt habe, halte ich für ein noch größeres Zeugnis der Leistungsfähigkeit des menschlichen Willens als die Durchquerung der Antarktis. Ich meine, kommt schon, die hatten Schlittenhunde und ich 1008 Seiten…in Worten tausendundacht !!!
Nun sah ich allerdings den hier zu besprechenden “Whisky-Krimi/Thriller” – was auch immer – und wollte ihm eine Chance geben. Mit nichtmal 10,- € hielt sich das finanzielle Risiko auch in Grenzen. Und auch wenn ich am rein technischen Aspekt des Lesens keine Freude habe, so mag ich doch gute Geschichten, erst recht wenn sie  Uisge Beatha thematisieren. Also Oberst von Gatow mit dem Seil in der Bibliothek nen guten Mann sein lassen und auf nach Islay.

Ich möchte nicht spoilern, daher sei die Story nur kurz angerissen.

Vier Freunde und Whiskyliebhaber fahren nach Islay um ein paar Tage mit Drams und Brennereibesuchen zu verbringen. Doch der Ausflug entwickelt sich (wie zu erwarten) ganz und gar nicht so wie geplant. Keine Überraschung: Es wird mindestens einen Toten geben.

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Der Reiz oder besser der Anreiz für mich dieses Buch zu kaufen, war jedoch nicht meine morbide, sondern meine Fasswasser liebende Ader. Denn der Autor lässt nicht nur seine Handlung auf Islay spielen, sondern nimmt durch die Whiskyleidenschaft seiner Protagonisten auch immer wieder Bezug auf verschiedenste Abfüllungen der Brennereien. Nun kommen wir aber auch schon zum ersten kleinen Knackpunkt: Da ich noch nie auf Islay war und mir daher der Wiedererkennungseffekt fehlt, ist nicht schlimm und ich las dennoch gerne die Landschaftsbeschreibungen. Auch ist es ganz witzig, wenn der größte Malthead der Gruppe im Buch die ein oder andere Tasting Note zu den Tropfen abgibt, aber das alles hat halt seine Grenzen. Der Autor kann nicht ständig zwanghaft zwischen zwei Bluttaten einen Port Ellen heben lassen, ohne dass es albern wird (was er daher auch größtenteils lässt). Auch verliert sich der Reiz des Themas” Whisky” mit der Zeit in diesem Kontext und es kommt dann doch wieder eigentlich nur auf die Klimax des Thrillers an. Und so lässt sich folgendes, kurzgehaltenes Fazit von mir nicht verhindern: Doug Johnstone schafft eine Story, die nicht begeistert, aber auch nicht total langweilt. Am Anfang wünschte ich mir mehr Tempo und am Ende zieht sich das Ganze etwas, auch wenn es immer wieder mal spannende Momente gibt. Die Charaktere werden nicht immer ausreichend gezeichnet und teilweise kann man an der Tiefe der Charaktere auch deren Lebenserwartung ablesen. Nach dem Motto: Wenn Kirk, Spock, Pille und der unbekannte Sternenflottenkadett auf dem feindlichen Planeten missionieren - wer hat wohl keine Rückbeamkarte ?!
Der Schreibstil ist ganz gut, aber auch nicht hervorragend. Und wie gesagt: Das Whisky-Drumherum ist schön, fachlich korrekt, aber später auch irgendwie ausgereizt und nur noch Nebensache. Anders formuliert: Ein Thriller von Dan Brown oder John Clancy in einer Nähmaschinenfabrik würde mich wohl dennoch mehr packen.
Aber ich möchte das Buch nicht zerreißen. Es kostet kleines Geld und jeder Schmöker, der es schafft von mir zu Ende gelesen zu werden, hat wohl etwas exklusives erreicht.

2012 in review

Veröffentlicht in sonstiges mit den Tags , am Dezember 31, 2012 von duesseltaler

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

[Das Team von MEwhisky.com sagt danke für die Geduld im ersten Jahr. 2013 wollen wir den blog noch mehr pushen (mehr Reviews, mehr Bilder, mehr Messeberichte u.v.m.) und das Alles in unserer eigenen, vielleicht etwas anderen Art.]

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 11.000 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 18 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

***********Frohes Fest***********

Veröffentlicht in sonstiges am Dezember 23, 2012 von duesseltaler

Mit diesem (nicht ganz ernst gemeinten) Vorschlag für einen Weihnachtsbaum, wünscht Euch das “pas de deux” von MEwhisky ein frohes Fest und einen guten Rutsch in´s neue Jahr !

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Die 14. Interwhisky in Frankfurt

Veröffentlicht in Messen, sonstiges mit den Tags , am Dezember 1, 2012 von duesseltaler

(Vorab: Weitere Bilder ergänzen wir nächste Woche)

In Anlehnung an den Schlachtruf diverser Trinkrunden, eröffne ich diesen Messebericht mit: “PickePacke, PickePacke, Voll, Voll, Voll !“, denn dieser beschreibt treffend einen der langlebigsten Eindrücke der diesjährigen Interwhisky…aber der Reihe nach.

Es war meine erste Interwhisky und entsprechend rangen Neugier und Vorfreude um den Gefühlsthron. In Frankfurt angekommen, ging es ins “Thurn-und-Taxis-Palais“, dieses Jahr das erste Mal, nachdem die Messe die letzten Jahre im Hotel Interkontinental residiert hatte. Am Eingang empfing uns schon eine lange 67685_501160289906094_1582286604_nMenschenschlange und so schwante uns schon: Entweder der Wendler Fanklub hatte sich in der Tür geirrt, am nächsten Tag würde Whisky trinken verboten werden oder es lief was schief bei der neuen Standortwahl. Im Eingangsbereich wurde uns dann mitgeteilt, dass wir uns weder die Lyrics von “Sie liebt den DJ“ geben mussten, noch das wir einer erneuten Prohibition entgegengingen. Man regulierte also tatsächlich den Einlass, weil es drinnen zu eng wurde. Wir kamen dennoch sofort rein, da wir ja auch eine termingebundene Masterclass gebucht hatten. Drinnen überreichte mir eine Dame dann trotzdem meinen Besucherausweis mit den Worten: “Und das wollen sie sich antun ?”.

Nun – ja klar will ich und deshalb ging es wider jeglicher Demophobie hinein in das Meer aus Aquavitae. Doch als erstes hieß es schon wieder anstehen und diesmal rettete uns auch nicht die Masterclass…
…es hieß nämlich, sich seiner Jacken an der Garderobe temporär zu entledigen. Alles andere wäre -  aufgrund der ihren Whisky in Wärme umwandelnden Massen -  reinstes Rückenschwimmen geworden.

Jetzt aber endlich (!) guten Whisky sippen.
Wir schmissen uns in das Menschenmeer, quetschten uns wie 100.000 whiskygeile Volt den Weg des geringsten Wiederstandes entlang, bis wir an einem Stand eine Lücke ergattern konnten oder zumindest in “Einschenk-Reichweite” gekommen waren. Doch zu unserem Leidwesen mussten wir unseren Anfängerstatus bei der Interwhisky damit bezahlen, dass wir eben erst mal nicht bezahlen konnten – hier läuft nämlich alles über – natürlich VORHER – eingelöste Chips anstatt über 378832_541578289205541_1046053235_nBargeld. Und wo war der Chip Stand ? Riiiischtiiig, im Eingangsbereich ! Also ging es wieder mit viel Reibungsenergie zurück. Ich erspare mir nun aber jeden weiteren Kommentar zu dieser wirklich auf die Stimmung schlagenden Platzsituation. Sowohl die Aussteller als auch die Besucher klagten durch die Bank über die Zustände. Es ist wohl davon auszugehen, dass auf der 15. Interwhisky hier eine andere Lösung gefunden wird. Aber nun gut – das Wichtigste ist: Am Ende landeten auch einige Whiskys in der Blogger Gläser und die wollen wir hier auch und vor allem erwähnen.
Beim ersten Halt an einem Stand, welcher aus obigen Gründen eher zufällig gewählt wurde, floss der “Glendronach Parliament 21 Jahre” für meiner einer und mein, an einem ausgeprägten Torffetisch leidender Kollege, entschied sich für den “Benriach Solstice 17 Jahre mit Portweinfinish”. Beide Whiskys gaben uns das, was wir mögen. Der “Glendronach” war ein typischer Vertreter seiner Brennerei und bot Sherryaromen satt, der Benriach verband starke Torfgeschmäcker mit der Frucht des Port – so kann man in einen langen Messetag starten !

Der Motor lief warm und schrie nach Gerstensaft. Also wieder kurz auf den Kurs, um ein paar Meter wieder zum Boxenstop zu rufen. Die Boxencrew Chefin am folgenden Stand bot dann erst etwas für´s Auge und schenkte dann erneut Fasswasser ein. Diesmal hatte ich Lust auf etwas Altbekanntes: Yamazaki 18 Jahre. Ein Jammer, dass diese sehr guten Japanischen Whiskys in ein paar Jahren von meiner persönlichen “To go for Liste” gezwungen werden. Nämlich genau dann, wenn ich (vielleicht übervorsichtig) den Abfüllungen nicht mehr traue, in denen die “Postfukushimagerste” verwendet wurde. Bis dahin kann ich jedem nur empfehlen sich dieser Abfüllungen noch einmal zu erfreuen ! Mein Brother in Drams hatte diesmal nicht soviel Freude an seinem Tropfen und würde an dieser Stelle den neuen Bowmore Tempest wohl eher nicht empfehlen. Hier sei nebenbei mal auch kurz erläutert, dass ausführlichere Reviews während eines Messebetriebes nicht möglich sind. Wir versuchen in den nächsten Monaten mal einige Pröbchen der hier beschriebenen Whiskys zu erhaschen und werden ausführlicher auf deren Performance eingehen.

Mittlerweile 14:30 Uhr schlug die Uhr zur Masterclass. Diese wurde im benachbarten und fünffachbesternten Jumairah Hotel gehalten. Wir hatten uns im Vorfeld für die Masterclass von Dietmar Schulz/Geschäftsführer Alba Import entschieden, der hier einige Fasswasser der “Maltman Whisky Serie (Meadowside Blending)” vorstellte. Und was für welche. Mir bisher noch unbekannt, konnten diese Whiskys wirklich überzeugen. Kein Wunder eigentlich, da der Whiskybranchendino und Gründer der Meadowside Blending im Jahr ca. nur 150 Fässer abfüllt. Nicht aus Mangel an Möglichkeiten, sondern aus Gründen der finanziellen Unabhängigkeit gepaart mit höchsten Qualitätsansprüchen. Der Synergieeffekt dieser beiden Gegebenheiten ist wie gesagt beachtlich. Das lineup des 45 minütigen Tastings lautete: 18-jähriger Glen Keith (Bourbon Fass), 21-jähriger Ben Nevis (Bourbon Fass), 10-jähriger Bunnahabhain (Sherry Fass) und zum Abschluss ein 21-jähriger Bowmore (Sherry Fass).

Alle vier waren sehr gut. Wobei für mich persönlich Nummer 1 und vor allem Nummer 2 die Highlights darstellten. Den Ben Nevis fand ich sogar exzellent. Auch die anderen aus unserer reisenden Interessensgemeinschaft waren angetan von den Maltman Whiskys.

Danach ging es nimmersatt wieder in das Palais und was folgte, war ein positives Gemetzel an Verkostung. Ich denke, man muss nicht jeden weiteren, noch so kleinen Eindruck der Messe an sich hier facebookartig spammen, aber die restlichen, sinnlichen Affären zwischen Whisky und uns seien hier selbstverständlich noch kurz aufgeführt:

Old Pulteney 17 und 21 Jahre – lecker / Kavalan Whisky (Taiwan) – besser als man (vielleicht) erwartet hatte / Port Ellen 35 Jahre – Muss ich erwähnen, dass er klasse war ? Ich glaube nicht / North British Single Grain 50 Jahre – Ich mag alte North British Abfüllungen, so auch diese / Laphroaig Cairdeas Origin Feis Ile 2012 – I can´t stand so much Torf…aber Liebhaber werden ihn mögen / Glenglassaugh 30 Jahre – Mein persönlicher “Whisky of the day” / Glenglassaugh  26 Jahre The chosen few – sehr gut / Big Peat – der “Whisky of the day” für meinen Mitblogger Doc Torf / Glencadam 15 Jahre – Ich sollte die Range weiterhin durchtesten – gut / Compass Box The Last Vatted Malt – wirklich Klasse / Writes Tears (Irland) – ok / Lagavulin Distillers Edition – gut / Guinnes Bier – ach ne halt ;-)

Ich hoffe ich habe hier nichts vergessen, ansonsten wird es halt nachgereicht.

Fazit: Whisky is the Star – ich hoffe inständig, dass die Veranstalter ihm nächstes Jahr eine bessere Bühne geben.

Bis dahin

Et Düsseltaler

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