Wer “A“ sagt, muss auch “delphi“ sagen….
Als dritter Tropfen aus unserem noch nicht / nie mehr / schon bald / oder doch
nicht – Vlog, wird nun der Macallan 14yo vom UA Adelphi unter die Lupe genommen.
An sich erwarte ich bei Adelphi schon Gaumenfreuden (siehe auch >>HIER<<) und auch Macallan ist nicht gerade das,
was man ein ambitioniertes Nachwuchsdestillat nennen würde.
Mit diesen Erwartungen also die Nase in die Dämpfe gehalten, kam ich zu folgenden Erkenntnissen:
Adelphi Abfüllung, Macallan 1996, 13 Jahre, Refill Sherryfass, 58,8% Ein klein wenig über den UA Adelphi findet ihr >>hier<<
Beim Dreh zuerst in großem Schluck unverdünnt “genossen”, verzichte ich nun auf eine straight Verkostung und gebe gleich etwas Wasser dazu.
Nase: Schöne süße, dunkle Früchte, mit Holztönen. Ich finde da aber auch Nuancen von etwas, das ich zwar nicht ganz fassen kann, was mir aber überhaupt nicht gefällt !
Geschmack: Anfänglich Fruchtig aber schnell herber werdend.
Die Eiche nimmt schnell zu und macht mir den Whisky zu bitter. Selbst unter
Zugabe von Wasser wird dieser trockene, bittere Geschmack nicht gezügelt. Ich
mag zu diesem Zeitpunkt nicht mehr weiter suchen, dieser Whisky schmeckt mir
einfach nicht !
Abgang: Mittellang bis lang zu viel Tannine.
Fazit: Ja – das fällt mir schwer zu sagen…aber dieses Fasswasser ist absolut nichts für mich ! Ob mit Wasser oder ohne, irgendwie wird für mich nichts passendes aus den Aromen und Geschmäckern. Doch bitte Adelphi, das ist nicht böse gemeint. Im Gegenteil – seht es mal so: Andere von mir bereits im wahrsten Sinne genossene Abfüllungen wie z.B. der Liddesdale, der Lochside 1965 und der Longmorn 1992 haben die Latte schon etwas hoch gesetzt, so daß ich nicht umhin kann hier auch mal ehrlich zu schreiben, wenn mir mal ein Tropfen nicht so zusagt. Andere mögen es anders sehen.

