Ardbeg…Islay…was soll ich da noch schreiben, was nicht eh schon jeder weiß.
Ardbeg hat dank seiner riesen PR Maschinerie nach seiner Wiedereröffnung auch die noch in “Dienstjahren” jüngeren Whisky-Liebhaber schnell erreicht. Siehe z.B. den jüngst veranstalteten Ardbeg Day mit Aktionen welweit oder den Flug einer Probe Ardbeg zur ISS.
Mein persönlicher Zugang zu Ardbeg will mir einfach nicht mehr einfallen. Ich weiß noch, dass es meine zweite, gezielt
ausgesuchte Pulle höherwertigem Whiskys gewesen ist. Wie ich allerdings genau auf die Brennerei aufmerksam geworden bin, weiß ich absolut nicht mehr. Irgendwo im grauen Dunst meiner Erinnerung lässt mich etwas auf ein ralfy review tippen.
Aber egal…für einen Whisky Neuling, wie ich es damals gewesen bin, ist so nen Islay Torfmonster nicht gerade die logische Konsequenz zu meinem “Ersten Mal(t)”, einem Macallan 12 Jahre aus dem Sherry Fass.
Dies war das erste Mal, dass ich das Ergebnis von Torfrauche auf Malz im Whisky roch und es gefiel mir…so wie der danach erworbene Laphroaig, der dann folgende Lagavulin und der probierte Bowmore. Ich konnte nicht verstehen, warum Torf so polarisiert…war doch ne super Sache der/die/das peat !
Nun ging mein Geschmackssinn in den Folgejahren allerdings seine eigenen Wege und im Laufe meiner immer noch stattfindenen Usige Beatha Selbstfindung, stehe ich heute eher selten auf getorfen Whisk(e)y. Ja es ist sogar so, dass ich Laphroaig nun eher meide und Caol Ila auch. Bowmore geht noch und Lagavulin ist auch ganz gut. Einzig und allein Ardbeg ist immer noch einer meiner Lieblinge und das trotz >50ppm. Warum ? I don´t know.
Aber ich werde dem in meiner Ardbeg Triologie auf den Grund gehen.
In den nächsten drei reviews bewerte ich nacheinander den Ardbeg Ten, den Ardbeg Uigeadail (Sieger der Gerste und Spiele Competition), und den Ardbeg Supernova, der mit 100ppm am stärksten Getorfte von Ardbeg.
Details zur Brennerei lass ich erstmal weg, damit hier nun endlich auch mal die Geschmacksnotizen ihren Auftritt haben. Gibt aber schon noch ein paar Randinfos in einer der nächsten beiden reviews.
Ardbeg TEN, 10 Jahre, 46%
Nase: Natürlich Torf, Salzige Noten, Zitrus Nuancen, welche mit der Zeit immer deutlicher werden.
Geschmack: Pfepprig, torfig, aber auch frische Zitrus Noten, leichte Süße.
Abgang: Lang, Hintergründig Malz, immer wieder Torfrauch, dabei schön würzig
Fazit: Jepp….ohne Zweifel ist dieser Malt mein Liebster unter den Höhergetorften. Aber auch im Allgemeinen, ist und bleibt er mir einer der Liebsten. 4/5 Punkten
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