Archiv für nicht kühlgefiltert

Review 33_Springbank 100proof, 10 Jahre, 57%

Veröffentlicht in OA, reviews, Springbank mit den Tags , , , am Juli 19, 2012 von duesseltaler

Springbank gehört für mich zu einer der Brennereien, die mich besonders interessieren. Nicht, dass ich schon viele Abmessungen probieren konnte ( zu viele Fische, zu klein das Netz ;-) ), aber das, was ich bisher über diese unabhängige Brennerei in Familienbesitz gesehen und gelesen habe, weckt die Neugierde.
Empfohlen sei an dieser Stelle auch ein Video von Ralfy, in dem er die Brennerei besichtigt. Dank des Internetshops McWhisky aus Wuppertal, der mir eine Flasche des 100proof hat zukommen lassen, wird der Missstand eines fehlenden Reviews zu einer Springbankabfüllung nun behoben.
Und ihr braucht nicht nachsehen….Missstand wird wirklich mit drei “s“ geschrieben ;-)
Ich habe leider nur noch einen Resttropfen vom Springbank und da ich bei 57% eh verdünnen würde, tue ich es also direkt. Folgende Notizen nun unter Zugabe von ein ganz klein wenig Wasser im Whisky.

Springbank 100proof, 10 Jahre, 57%

Nase: Fruchtig. Irgendwo habe ich Aprikosen gelesen und ich finde, das trifft es ganz gut. Rauch ist auch da, zumindest erstmal in der Nase, in genau der Konzentration, die ich am liebsten mag – nicht zu übermäßig, aber doch gut spürbar. Entbehrt auch nicht einer gewissen Frische.

Geschmack: süßer Honig, leicht fruchtig, knuspriges Malz, schöner, nicht phenolischer Rauch mit Eiche.

Abgang: Mittellang bis lang leicht süßlich/herb mit Eiche

Fazit: Nicht schlecht. Bestimmt nicht mein letzer Springbank im Glas. Allerdings haut er mich auch nicht so sehr vom Hocker, dass ich sofort die nächste Bar aufsuche.
Ich gebe 3/5 Punkten.

Review 16_Glencadam, 10 Jahre, 46%

Veröffentlicht in Glencadam, OA, reviews mit den Tags , , , am April 11, 2012 von duesseltaler

Soooo *Händereiben* , dann machen wir uns mal an die 2. “Miniatur“ von McWhisky.com, den Glencadam 10 Jahre.

Was kann man über die Distillery sagen:

Glencadam heißt auf Deutsch Tal der wilden Gans.
Die Brennerei liegt in den Highlands ( Ort Brechin ), wurde im Jahre 1825 gegründet, gehört zu Angus Dundee Plc., und bezieht ihr Wasser aus dem Loch Lee.
Der Malt wurde ab 1954 hauptsächlich für die Blends von Ballantines verwendet. Inwiefern der Glencadam noch heute im Ballantines zu finden ist, kann ich nicht sagen.
Zwischen 2000 und 2003 war die Brennerei nicht aktiv, hat aber mittlerweile wieder eine ganze Range mit dem hier zu besprechenden 10-jährigen, einem 12-jährigen mit Portwein finish, einem 14-jährigen mit Oloroso Sherryfass finish, einem 15- und 21-jährigen und einer limited Edition eines 32-jährigen.

Also nun zu meinen tasting notes…

Glencadam 10 Jahre, 46%, *Ohne Farbstoff und nicht kühlgefiltert*

Nase: Frische Zitrusfrucht, Malzsüße, Eiche und Hinweise auf Vanille

Geschmack: Süßes Malz mit würziger Eiche kombiniert. Beides gegeneinander schön ausgewogen.

Abgang: Lang wieder mit Eiche und Malzsüße. Ein bisschen wie Grapefruit mit Zucker bestreut. Ein wunderbares Mundgefühl bleibt am Schluss.

Fazit: Das Fazit ist ein Statement für das, wofür dieser blog steht: Die Whisky Mitte. Ich bin kein Experte im hochgegriffenen Sinne, aber durch etliche Tastings und Investitionen in mein Hobby Nummer 1 auch kein Greenhorn mehr. Was einem schmeckt, weiß jeder für sich selbst eh am besten.
Also vielleicht ungewöhnlich, dennoch legitim gebe ich diesem günstigen, 10 Jahre jungen und nicht mit so einer Reputation wie zum Beispiel die gleichaltrigen Ardbeg und Talisker bedachten Whisky, mehr als ein Gut.
Er schmeckt mir nämlich richtig gut (!) und mit “etwas“ mehr Komplexität im Aroma und Geschmack, hätte ich wohl die volle Punktzahl gegeben.
Da,s was er aber auch so an Erlebnis gibt, mit seinen zudem optimalen 46%, ohne Kühlfilterung und Farbstoff, sind trotzdem starke 4/5 Punkte wert.

Review #4 (Auchentoshan Valinch, 57.5%)

Veröffentlicht in Auchentoshan, OA, reviews mit den Tags , , , , am Januar 19, 2012 von duesseltaler

Als erstes mal…ich stehe total drauf eine neue Flasche zu öffnen. :-)
Ich mag das einfach…besonders, wenn man die Abfüllung noch nicht kennt.
So lächle ich auch, als ich zum heutigen review “schreite”.

Heute öffne ich eine meiner Weihnachtsflaschen, den Auchentoshan Valinch ( 2011 limited release ). Diese Flasche ist Neuland für die Brennerei. Nicht kühlgefiltert und in Fassstärke, das gab es bisher noch nicht.

Zur Brennerei weiß ich folgendes zu schreiben: Sie sitzt in den Lowlands und ihr Name bedeutet übersetzt Feldecke. Sie wurde um 1800 von John Bulloch noch als Duntocher Distillery erbaut. Mehrfach verkauft, teilweise im 2. Weltkrieg zerstört und wieder aufgebaut, gehört sie heute dem japanischen Suntory Konzern. Das Produktionsvolumen an fertigem Rohwhisky liegt bei ca. 1,7 Millionen Liter.

Der hier verköstigte Auchentoshan Valinch hat seinen Namen von der Pipette, mit der man Proben des Whiskys direkt aus dem Fass nimmt (siehe auch das Foto).

Foto: Auchentoshan auf Facebook

Wie erwähnt, ist diese Abfüllung in Fassstärke und nicht kühlgefiltert.
Was ein wenig enttäuscht ist, dass man dann nicht konsequent genug war und auch noch ganz auf Farbstoff verzichtet hat.

Nun aber zu meinen Eindrücken:

Nase: Crème Brûlée

Geschmack: Ohne Wasser war er mir zu scharf.
Etwas verdünnt schmeckt er süß und zeigt Orange, Vanille und Würzigkeit.

Abgang: Mittellang, ohne allerdings viel Neues zu zeigen.

Fazit: Die Nase gefällt mir. Wenn auch nicht unheimlich komplex, so gefällt mir das, was man riecht trotzdem sehr gut. Im Geschmack weiß er mich auch zu überzeugen, allerdings nicht zu fesseln.

Ich gebe ihm 4/5 Punkten.

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