Japanischer Whisky findet immer mehr Liebhaber.
Und das nicht zu Unrecht. Doch was macht japanischen Whisky so konkurrenzstark gegenüber anderen, außerbritischen Whiskys ?!
Der japanische Whisky ähnelt in seiner Herstellung der schottischen Produktionsweise: Zweifach in potstills destilliert, es gibt mash tuns und washbacks . Allerdings weist der Whisky auch seine eigenen Charakteristika auf. Die deutlichste ist wohl das Fehlen des Malzgeschmacks. Um ein Getreidearoma zu verhindern, sorgt man dafür, das beim Umfüllen der “Würze“ aus den Maischefässern keine Feststoffe in die Washbacks gelangen. Zum Teil sorgen auch eine besonders lange Vergärung und die Verwendung von breit gefächerten Hefesorten für die Unterdrückung des Getreidearomas und der Entstehung eigener charakteristischer Geschmäcker.
Einen besonderen Einfluss auf den Geschmack eines Nippon Whiskys hat selbstverständlich auch die Umgebung, sprich das Klima Japans.
Hier vorstellen möchte ich einen der wenigen Japaner, die ich bisher trinken konnte, den Hibiki 17 Jahre. Er ist ein blended Whisky von Suntory, dem bekanntesten Whisky Produzenten Japans.
Suntory wurde im Jahre 1899 in Osaka gegründet. Den Namen Suntory trägt das Unternehmen allerdings erst seit den sechziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts. Suntory ist uns teilweise auch durch den Film “Lost in Translation” bekannt, in dem der Hauptdarsteller Bill Murray gerade einen Werbespot in Japan dreht. Tatsächlich war Suntory eine der ersten asiatischen Firmen, die amerikanische Filmstars zu Werbezwecken einsetzte. So z.B. auch Francis Ford Coppola, dessen Tochter im Übrigen bei “Lost in Translation” Regie führte.
Der Hibiki 17 Jahre hat wie auch einige andere Suntory Whiskys diverse Preise gewonnen. Unter anderem:
2005 Gold bei den San Francisco World Spirit Competition (SWSC)
2007 Gold bei der International Wine and Spirit Competition (IWSC)
2009 Gold bei der International Spirit Challenge (ISC)
Nun zu meiner Bewertung:
Hibiki 17 Jahre, 43%

"Bei der Kreation von Whisky arbeiten die Segnungen der Natur mit menschlicher Weisheit zusammen." (Masataka Taketsuru)
Nase: Blumig mit Vanille, weich.
Geschmack: So weich wie in der Nase, ist er auch im Mund. Süß mit Toffee und Eiche.
Abgang: Mittellang bis lang und wieder mit Eiche und Toffee
Fazit: Schönes Dingen. Rückblickend sind 4 Punkte vielleicht zu viel und 3 zu wenig.
Na…im Zweifel für den Angeklagten. 4/5 Punkten
