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Review #10_Hibiki 17Jahre, 43%

Veröffentlicht in Blend, Hibiki, reviews, Suntory mit den Tags , , , , am März 2, 2012 von duesseltaler

Japanischer Whisky findet immer mehr Liebhaber.

Und das nicht zu Unrecht. Doch was macht japanischen Whisky so konkurrenzstark gegenüber anderen, außerbritischen Whiskys ?!
Der japanische Whisky ähnelt in seiner Herstellung der schottischen Produktionsweise: Zweifach in potstills destilliert, es gibt mash tuns und washbacks . Allerdings weist der Whisky auch seine eigenen Charakteristika auf. Die deutlichste ist wohl das Fehlen des Malzgeschmacks. Um ein Getreidearoma zu verhindern, sorgt man dafür, das beim Umfüllen der “Würze“ aus den Maischefässern keine Feststoffe in die Washbacks gelangen. Zum Teil sorgen auch eine besonders lange Vergärung und die Verwendung von breit gefächerten Hefesorten für die Unterdrückung des Getreidearomas und der Entstehung eigener charakteristischer Geschmäcker.
Einen besonderen Einfluss auf den Geschmack eines Nippon Whiskys hat selbstverständlich auch die Umgebung, sprich das Klima Japans.

Hier vorstellen möchte ich einen der wenigen Japaner, die ich bisher trinken konnte, den Hibiki 17 Jahre. Er ist ein blended Whisky von Suntory, dem bekanntesten Whisky Produzenten Japans.
Suntory wurde im Jahre 1899 in Osaka gegründet. Den Namen Suntory trägt das Unternehmen allerdings erst seit den sechziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts. Suntory ist uns teilweise auch durch den Film “Lost in Translation” bekannt, in dem der Hauptdarsteller Bill Murray gerade einen Werbespot in Japan dreht. Tatsächlich war Suntory eine der ersten asiatischen Firmen, die amerikanische Filmstars zu Werbezwecken einsetzte. So z.B. auch Francis Ford Coppola, dessen Tochter im Übrigen bei “Lost in Translation” Regie führte.

Der Hibiki 17 Jahre hat wie auch einige andere Suntory Whiskys diverse Preise gewonnen. Unter anderem:
2005 Gold bei den San Francisco World Spirit Competition (SWSC)
2007 Gold bei der International Wine and Spirit Competition (IWSC)
2009 Gold bei der International Spirit Challenge (ISC)

Nun zu meiner Bewertung:

Hibiki 17 Jahre, 43%

"Bei der Kreation von Whisky arbeiten die Segnungen der Natur mit menschlicher Weisheit zusammen." (Masataka Taketsuru)

Nase: Blumig mit Vanille, weich.

Geschmack: So weich wie in der Nase, ist er auch im Mund. Süß mit Toffee und Eiche.

Abgang: Mittellang bis lang und wieder mit Eiche und Toffee

Fazit: Schönes Dingen. Rückblickend sind 4 Punkte vielleicht zu viel und 3 zu wenig.

Na…im Zweifel für den Angeklagten. 4/5 Punkten

Review #4 (Auchentoshan Valinch, 57.5%)

Veröffentlicht in Auchentoshan, OA, reviews mit den Tags , , , , am Januar 19, 2012 von duesseltaler

Als erstes mal…ich stehe total drauf eine neue Flasche zu öffnen. :-)
Ich mag das einfach…besonders, wenn man die Abfüllung noch nicht kennt.
So lächle ich auch, als ich zum heutigen review “schreite”.

Heute öffne ich eine meiner Weihnachtsflaschen, den Auchentoshan Valinch ( 2011 limited release ). Diese Flasche ist Neuland für die Brennerei. Nicht kühlgefiltert und in Fassstärke, das gab es bisher noch nicht.

Zur Brennerei weiß ich folgendes zu schreiben: Sie sitzt in den Lowlands und ihr Name bedeutet übersetzt Feldecke. Sie wurde um 1800 von John Bulloch noch als Duntocher Distillery erbaut. Mehrfach verkauft, teilweise im 2. Weltkrieg zerstört und wieder aufgebaut, gehört sie heute dem japanischen Suntory Konzern. Das Produktionsvolumen an fertigem Rohwhisky liegt bei ca. 1,7 Millionen Liter.

Der hier verköstigte Auchentoshan Valinch hat seinen Namen von der Pipette, mit der man Proben des Whiskys direkt aus dem Fass nimmt (siehe auch das Foto).

Foto: Auchentoshan auf Facebook

Wie erwähnt, ist diese Abfüllung in Fassstärke und nicht kühlgefiltert.
Was ein wenig enttäuscht ist, dass man dann nicht konsequent genug war und auch noch ganz auf Farbstoff verzichtet hat.

Nun aber zu meinen Eindrücken:

Nase: Crème Brûlée

Geschmack: Ohne Wasser war er mir zu scharf.
Etwas verdünnt schmeckt er süß und zeigt Orange, Vanille und Würzigkeit.

Abgang: Mittellang, ohne allerdings viel Neues zu zeigen.

Fazit: Die Nase gefällt mir. Wenn auch nicht unheimlich komplex, so gefällt mir das, was man riecht trotzdem sehr gut. Im Geschmack weiß er mich auch zu überzeugen, allerdings nicht zu fesseln.

Ich gebe ihm 4/5 Punkten.

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